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Wifesharing

Wifesharing bedeutet, dass ein Mann seine Partnerin mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung mit einem oder mehreren anderen Männern „teilt“, also gemeinsam erlebt, dass sie mit ihnen intim wird. Der Begriff ist ein Oberbegriff, unter den verschiedene Spielarten fallen, vom gelegentlichen Dreier bis zum dauerhaften Hotwife-Lebensstil.

Was hinter dem Begriff steckt

Das englische Wort setzt sich aus „wife“ (Ehefrau) und „sharing“ (teilen) zusammen. Es tauchte zuerst in Kontaktanzeigen und Swinger-Magazinen auf und ist heute vor allem in der Online-Welt verbreitet. Im Deutschen spricht man manchmal auch von „Frau teilen“, was allerdings etwas schief klingt.

Genau hier liegt auch die Schwäche des Begriffs: Er klingt, als würde die Frau wie ein Gegenstand weitergereicht. In der Praxis ist es meist umgekehrt. Bei gesunden Paaren ist die Frau die Person, die entscheidet, mit wem sie sich trifft und was passiert. Ohne ihr klares Ja findet nichts statt. Viele Paare bevorzugen deshalb modernere Begriffe wie Hotwife oder Stag und Vixen, die ihre Rolle stärker betonen.

Im Unterschied zum klassischen Cuckolding steht beim Wifesharing nicht unbedingt ein bestimmtes Gefühl des Mannes im Vordergrund, etwa Eifersucht oder Hingabe. Oft geht es schlicht um gemeinsamen Spaß, Neugier und das Erleben der Partnerin in einer neuen Rolle. Der Mann ist häufig aktiv beteiligt, etwa bei einem Dreier mit einem weiteren Mann.

Formen im Paaralltag

Wifesharing kann sehr unterschiedlich aussehen. Manche Paare laden einen guten Bekannten zu sich nach Hause ein, andere lernen Männer über Plattformen kennen oder besuchen Clubs. Es gibt Paare, die nur gemeinsam spielen, und solche, bei denen die Frau auch allein Dates hat. Und manche Paare bleiben jahrelang beim Fantasieren, bevor sie überhaupt einen Schritt in die Realität wagen, oder lassen es ganz bewusst dabei.

Ein Unterschied zum Swingen besteht darin, dass beim Wifesharing meist nur die Frau Kontakt zu anderen hat. Der Mann tauscht nicht mit einer anderen Partnerin. Wer sich für den Unterschied interessiert, findet unter Swinger vs. Cuckold eine genaue Abgrenzung.

Missverständnisse und Einvernehmlichkeit

Das größte Missverständnis lautet, Wifesharing sei vor allem ein Wunsch des Mannes, dem die Frau sich fügt. Das gibt es leider, und es ist der sicherste Weg, eine Beziehung zu beschädigen. Echtes Wifesharing funktioniert nur, wenn die Frau es selbst möchte und sich dabei wohl, frei und respektiert fühlt. Druck, Überredung oder Schuldgefühle haben hier nichts verloren.

Auch die Vorstellung, solche Paare hätten keine Grenzen, ist falsch. Gerade Paare, die Wifesharing schon länger leben, haben meist sehr genaue Regeln: wer infrage kommt, welche Praktiken erlaubt sind, ob geküsst werden darf, wie mit Gefühlen umgegangen wird. Ein Safeword, mit dem jeder jederzeit abbrechen kann, ist Standard.

Gesundheitlich sollten Kondome und regelmäßige Tests auf sexuell übertragbare Infektionen selbstverständlich sein, für die Frau, ihren Partner und alle weiteren Beteiligten. Seriöse Spielpartner sprechen das Thema von sich aus an und zeigen auf Nachfrage aktuelle Ergebnisse.

Für Paare, die darüber nachdenken

Beginnt mit einem Gespräch, in dem es nur um Gefühle und Fantasien geht, nicht um Pläne. Fragt euch gegenseitig, was euch daran reizt und was euch Angst macht. Hilfreich kann ein strukturierter Rahmen sein, wie ihn zum Beispiel die Swartz-Methode bietet, die Paare Schritt für Schritt durch solche Gespräche begleitet. Und wenn einer von euch zögert, ist das kein Hindernis, sondern eine wichtige Information. Ein langsames Tempo schützt eure Beziehung.

Verwandte Begriffe: Hotwife, Cuckold, Bull, Stag und Vixen, Soft Swap, Swinger vs. Cuckold.

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